<<< zur Übersicht


Start Audio: "Der Weg" - Poesie Michael Weisser
rezitiert von Ulrich von Bock

Intermediale Forschung und Vermittlung
zur Kirche St. Peter und Paul in Cappel im Landkreis Cuxhaven und zur darin befindlichen Barockorgel von Arp Schnitger aus dem Jahr 1680.

In der aktuellen Forschung und Vermittlung gegen "ein abgeklärtes Einschlafen im bekannten Wissen" zu handeln, wirft u.a. folgende Fragen auf:

1. Reichen die analogen Medien geschriebenes Wort und abgebildetes Bild im 21. Jahrhundert noch aus, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und sie in unserer ditalen, multimedialen, komplexen Welt vermitteln zu können?

2. Brauchen Forschung, Erkenntnis und Vermittlung nicht die drei Medien Bild/Klang/Wort in ihrer Vernetzung um das Spektrum der Sinne anzusprechen?

3. Sollte neben dem stehenden/stummen Bild im klassischen Buchdruck nicht auch das bewegte Bild in der Kombination von Film und Ton einbezogen werden? Und ist beim Thema "Orgel" nicht ihr Klang als grundlegendes Kriterium für das Verstehen und Bewerten wesentlich?

4. Wie geht man mit der gewonnenen Erkenntnis um? Ist sie nur für den kleinen Kreis der Forscher bestimmt? Oder soll sie möglichst weit im Spektrum verschieder Medien verbreitet und durch ihre Vernetzung für alle Interessenten verfügbar werden?

5. Welche Rolle können kreative Methoden der Wissensvermittlung z.B. durch eine Verbindung von Kunst und Wissenschaft einnehmen?

6. Und welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem QR-Code als Interface zwischen der analogen und der digitalen Welt zu?

>>>

Der QR-CODE ist ein wirksames Interface zwischen der analogen und der digitalen Welt, denn seine Varianten gehen gen unendlich. Damit ist der QR in der Lage, die Objekte des Universums zu erfassen und derart das Internet der Dinge zu erschließen.

Mit dem mobilen Smartphone oder dem Tablet gescannt verbindet der QR den Nutzer mit kommunikativen Funktionen, u.a. auch mit dem Internet. Dort liegt der Zugriff auf die Vielfalt neuer Medien und auf die komplexe Welt des gesammelten, vernetzten Wissens.

Der i:Code ist die zur bildnerischen Identität gestaltete Form des QR - er kann in seiner Anmutung auf inspirierende Weise Kunst und Wissenschaft verbinden.

Als wirksamster QR-Reader hat sich die App inigma erwiesen, die kostenlos von den Plattformen der verschiedenen Betriebssysteme herunterzuladen ist.

Zur Entwicklungsgeschichte des QR-Hybrid-Buchs - Download PDF



Michael Weisser
„Der|QR|Code – Hintergründe & Visionen“
Beschreibung, Geschichte, Technik, Nutzung, Gefahren, Grenzen, Visionen und Ästhetik der »schnellen Antwort« im 21. Jahrhundert
Die|QR|Edition – Edit 4, Murnau am Staffelsee, 2015
210 × 210 mm, 200 Abb. s/w u. farbig), 308 Seiten.
Softcover: ISBN 978 3 95765 027 6



Michael Weisser
„neugierig:denken!“  - Interviews und Dialoge zum künstlerisch-kreativen und non-linearen Denken  mit Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
Erschienen als QR-HybridBuch bei Die|QR|Edition, Murnau am Staffelsee, 2016.
210 × 210 mm, 65 Abb., 384 Seiten.
Softcover: ISBN 978 3 95765 070 2

Diese Publikation über das kreative Denken beinhaltet ein Interview mit Dr. Diederichs-Gottschalk, das auch als ePub in der WhitePaperCollection vorliegt:

Die WhitePaperCollection:

Die „WhitePaperCollection“ veröffentlicht in einer EDITION Interviews und Dialoge mit Personen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Ausschnitt aus dem Interview von Weisser mit Diederichs-Gottschalk

MW: Ihre aktuelle Forschung richtet sich auf den in Hamburg ansässigen Orgelbauer Arp Schnitger, der als einer der berühmtesten Vollender der norddeutschen  Barockorgel gilt. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Schnitger-Orgel aus dem Jahr 1680 in Cappel bei Neufeld, einem kleinen Ort zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Welcher Umstand hat ihren Blick auf dieses besondere Thema gelenkt? Was hat Sie motiviert über viele Monate hinweg nicht nur bestehende Literatur zu einem Artikel zu verarbeiten sondern mit großer Mühe an die historischen Quellen zu gehen, alte Handschriften in Archiven zu suchen und zu transkribieren?

DiGo: Manche Dinge stehen einfach vor der Haustür. Und dann bittet man sie hinein. Ich wurde vom Kirchenvorstand Cappel gebeten, einen kleinen Beitrag zu einer Festschrift zu verfassen. Diese Anfrage habe ich gleich positiv beantwortet, meine Frau und ich waren da ja schon Mitglieder in der Cappeler-Schnitger-Orgel-Gesellschaft. Denn wenn man so viel große Kultur in der Nachbarschaft hat, sollte man sich am Erhalt beteiligen.
Da ich nun nicht altbekannte Erkenntnisse wiederholen wollte, habe ich angefangen zu forschen. Das fing mit den interessanten Archivunterlagen an, die offenbar noch niemand zuvor so richtig gelesen und ausgewertet hatte. Und ich begann zu staunen über die vielfältigen Schichten dieser Kunst- und Kulturgeschichte und bin daran gegangen, darüber einen längeren Aufsatz zu schreiben, den ich dann glücklicherweise auch in einem renommierten Jahrbuch veröffentlichen konnte.
Und so konnte ich eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse über eine der bedeutendsten Barockorgeln Deutschlands publizieren, sehr zur Freude der Arp-Schnitger-Gesellschaften und Musikhistoriker.

MW: Wenn man ihren Forschungsbericht zur Schnitger-Orgel in Cappel liest, dann erkennt man im Text neben hoher Sachkenntnis auch ein starkes Engagement, geradezu eine Empathie für dieses Thema. Was verbindet Sie neben dem wissenschaftlichen Wissensdrang auf emotionaler Ebene mit dem Akt der Erforschung dieses Themas?

DiGo: Ich möchte das mal vergleichen mit der Arbeit eines Kriminalisten. Ich suche nach Spuren, rekonstruiere Zusammenhänge und Motive, sammle Indizien und versuche, Beweise für meine Vermutungen zu finden. Und meistens sind das Dinge, die mir größtenteils vollkommen neu sind.
Es ist einfach schön, zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Manche Entdeckungen wirken richtig elektrisierend. Forschung dieser Art schult den Geist und prüft das Denkvermögen.
Ja, und ich muss immer wieder quer denken: was wäre, wenn ich das und das entdeckt hätte? Glaubt mir das jemand, oder hält man mich für abgedreht? Es liegt durchaus ein Kitzel darin. Da liegt die emotionale Ebene, man merkt, dass der Geist noch lebendig ist.
Solche Forschung hilft gegen ein abgeklärtes Einschlafen im bekannten Wissen. Und besonders spannend wird es, wenn ich beweisen kann, dass eine vorgegebene Erkenntnis vielleicht doch nur eine vermeintliche ist. Forschung und Phantasie gehören zusammen.

Liste aller WPC-Edits - Download PDF

Amazon-Kindle-Shop - LINK >>>>>



Dietrich Diederichs-Gottschalk
„Ich glaube nicht, dass es in Ihrem Lande eine bessere Orgel gibt“.
Die Arp-Schnitger-Orgel in Cappel im Lande Wursten.
Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 94 (2015) Bremerhaven 2016
Sonderdruck: Download-PDF

Literatur:
"200 Jahre Arp-Schnitger-Orgel in der St. Peter und Paul Kirche zu Cappel", A5-Brochüre mit 43 Seiten und farbigen Abbildungen, herausgegeben von der Förderungs- und Spendengemeinschaft zur Erhaltung der Arp-Schnitger-Orgel zu Cappel bei Bremerhaven e.V. 2016.
Mit Beiträgen von Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy (Stade), Vorstand der Kirchengemeinde Cappel, Kunsthistoriker Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk und dem Organisten Harald Vogel.


>>>> Übersicht:

Die Kirche in Cappel: LINK

Innenansichten der Kirche: LINK

Die Arp Schnitger Orgel: LINK

Klangbeispiele der Arp Schnitger Orgel: LINK

Die Glocken der Kirche: LINK

Der Friedhof der Kirche: LINK

Dokumente zu Kirche und Orgel: LINK

Intermediale Forschung: LINK

Ästhetische Feldforschung: LINK

>>>