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Ästhetische Feldforschung
zur Kirche St. Peter und Paul in Cappel im Landkreis Cuxhaven und zur darin befindlichen Barockorgel von Arp Schnitger aus dem Jahr 1680.


Klänge der Schnitger-Orgel: LINK


Start auf Audio-Leiste: Elf gute Gründe zur Bedeutung der Orgel, gesprochen von Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk - 6:16

Arp Schnitger (1648-1719) baute 1680 die Orgel mit 30 Registern für die St. Johannis-Klosterkirche in Hamburg. Sie diente hauptsächlich als Aula und als musikalischer Ausbildungsplatz der Bürgerschule Johanneum. Dort stand die Orgel bis 1813 seitlich auf einer Empore im Hauptschiff.
Der Hamburger Bildhauer Christian Precht (1635-1695) schuf die aufwändigen ornamentalen und figürlichen Schnitzarbeiten am Orgelprospekt.
Zentral steht die Figur des jugendlichen Johannes des Täufers auf dem Rückpositiv, der mit hoch ausgestrecktem Zeigefinger auf die Figur des auferstandenen Christus zeigt. Der Prospekt zählt zu den prächtigsten Barockarbeiten in Norddeutschland.


1816 wurde die Orgel durch Vermittlung des Orgelbauers Johann Georg Wilhelm (1781-1858) aus Stade an Cappel für 600 Louisdor verkauft. Der Cappeler Organist Conrad Gehlcke(1773-1858) war mit Wilhelm befreundet, und so gelang es diesen beiden Persönlichkeiten, die wertvolle alte Orgel für die neu aufgebaute Kirche zu erwerben.


Diese Orgel ist einmalig, weil sie nie grundlegend verändert wurde. Sie hat während der Zeit der Klassik und der Romantik, in der viele Orgeln stimmungsmäßig angepasst wurden, in Cappel einen Dornröschenschlaf gehalten.

Aufmerksam auf die Barockorgel in Cappel wurden Orgelliebhaber erst 1950, als Prof. Helmut Walcha seine berühmten Bach-Aufnahmen (1950 und 1952) für die Deutsche Grammophon an dieser Orgel einspielte.

Plötzlich realisierten Kenner und Kirche, welchen Schatz die kleine Dorfkirche in Cappel barg. Und natürlich gab es sofort Stimmen, die die alte Barockorgel lieber in einer großen und „angemessenen“ Kirche sehen wollten.



Dass das kostbare Instrument überhaupt noch in Cappel steht und liebevoll erhalten wurde, ist vor allen Dingen dem entschlossenen Einsatz der Gemeindemitglieder und des Kirchenvorstandes zu verdanken!
So ist dieses Denkmal aus der Zeit der höchsten Schaffenskraft Arp Schnitgers unverändert erhalten geblieben und damit Zeitzeuge des Klangs der damaligen Orgelbaukunst.













Zur Schnitger Orgel in Cappel siehe:
Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk
“Ich glaube nicht, daß es in Ihrem Lande eine bessere Orgel gibt”.
Die Arp-Schnitger-Orgel in Cappel im Lande Wursten.
Jahrbuch der Männer vom Morgenstern Bd. 94 (2015), Bremerhaven 2016, S. 229-311.

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Ein Gespräch mit dem Pastor a.D. und Kunsthistoriker Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk bezieht sich auf dessen aktuelle Forschungsarbeit zur Arp Schnitger Orgel - LINK

Elf Gründe zur Bedeutung der Orgel - Download >>> PDF

>>>> Übersicht:

Die Kirche in Cappel: LINK

Innenansichten der Kirche: LINK

Die Arp Schnitger Orgel: LINK

Klangbeispiele der Arp Schnitger Orgel: LINK

Die Glocken der Kirche: LINK

Der Friedhof der Kirche: LINK

Dokumente zu Kirche und Orgel: LINK

Intermediale Forschung: LINK

Ästhetische Feldforschung: LINK

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