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Ästhetische Feldforschung

zur Kirche St. Peter und Paul
auf der Kirchwurt in Cappel bei Dorum und zur darin befindlichen Barockorgel von Arp Schnitger aus dem Jahr 1680.


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QR-Code für Cappel, 2016: Von aussen das Innen erleben.

Die St. Peter- und- Paul- Kirche in Cappel wurde im 13. Jahrhundert gegründet und steht mitten im Dorf auf einer Wurt. Ihr Entstehen aus einer Kapelle hat dem Ort Cappel den Namen gegeben. Ihr äußeres Erkennungszeichen ist der eigentümliche Zwiebel-Turm.

Die im Jahr 1790 erbaute Kirche fiel 1810 einem Brand zum Opfer. Mit der Kirche verbrannte auch die erst 10 Jahre alte Orgel des Stader Orgelbauers Georg Wilhelm Wilhelmy.

Bereits 1815/16 entstand eine neue Kirche als klassizistisch schlichter Saalbau, in dem die ursprünglich für die Hamburger Klosterkirche St. Johannis erbaute Schnitger-Orgel auf der Empore den räumlichen Dimensionen angepasst wurde.

Zur Arp Schnitger Orgel: LINK

Das Instrument gilt heute als eines der am besten erhaltenen Instrumente Schnitgers mit einer unveränderten Intonation.

So ist dieses Denkmal aus der Zeit der höchsten Schaffenskraft Arp Schnitgers unverändert erhalten geblieben und damit Zeitzeuge des Klangs der damaligen Orgelbaukunst.

Aufgeweckt wurden Orgelliebhaber erst 1950, als Helmut Walcha seine berühmten Bach-Aufnahmen (1950 und 1952) an dieser Orgel einspielte. Plötzlich realisierten Kenner und Kirche, welchen Schatz die kleine Dorfkirche überhaupt barg. Und natürlich gab es auch sofort Stimmen, die die ehrwürdige Orgel lieber in einer großen und „angemessenen“ Kirche sehen wollten.

Dass das kostbare Instrument überhaupt noch in der kleinen Kirche steht, ist vor allen Dingen dem entschlossenen Kampf der Gemeindemitglieder und des Kirchenvorstandes zu verdanken.

Die Feldforschung zum Ort Cappel, darin zur Kirche St. Peter und Paul und darin zur Orgel von Arp Schnitger aus dem Jahr 1680 vollzieht einen Zoom aus dem Allgemeinen in das Besondere.

Ein Gespräch mit dem Pastor a.D. und Kunsthistoriker Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk bezieht sich auf dessen aktuelle Forschungsarbeit zur Arp Schnitger Orgel in der Kirche von Cappel. Dieser Bericht wurde im Jahrbuch der Männer vom Morgenstern Bd. 94 veröffentlicht. Der Titel:

Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk, “Ich glaube nicht, daß es in Ihrem Lande eine bessere Orgel gibt”. Die Arp-Schnitger-Orgel in Cappel im Lande Wursten." Siehe: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern Bd. 94 (2015), Bremerhaven 2016, S. 229-311. PDF

Zur Arp Schnitger Orgel: LINK

"Cappel - Arp Schnitger Orgel von 1680

 

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